Erkämpfter Punkt in Osnabrück
Der 1. FC Saarbrücken erkämpfte sich trotz langer Unterzahl ein Remis beim VfL Osnabrück. Vasiliadis sorgte gegen Ende des ersten Durchgangs für die Führung, die Conus nach Wiederbeginn zum 1:1-Endstand ausgleichen konnte.
Die Blau-Schwarzen starteten mit nur einem Wechsel im Vergleich zum Heimerfolg über Hansa Rostock unter der Woche. Schumacher war wieder von Beginn an dabei und ersetzte den gelbgesperrten Rizzuto auf der linken Bahn.
Nach kurzem Abtasten übernahmen die Gastgeber das Kommando. Gnaases Abschluss konnte Bichsel noch blocken (8.). Danach wurde es deutlich gefährlicher. Tesche erwischte einen Abpraller am Strafraum, zog direkt ab, Menzel war auf dem Posten und klärte (12.). Zwarts versuchte sich aus der Drehung aus 16 Metern, erneut stand der FCS-Keeper im Weg (16.). Niehoffs Distanzknaller fischte er ebenfalls weg (19.) sowie einen aufs lange Eck gedrehten Schuss von Simakala (21.).
In die Osnabrücker Überlegenheiten kam ein zusätzlicher Rückschlag. Wilhelm hatte nach einem taktischen Foul früh Gelb gesehen und legte dann auch noch Gnaase, der mit Tempo Richtung Strafraum unterwegs war. Das hatte die gelb-rote Karte zur Folge (27.). Ziehl war damit zum ersten Wechsel gezwungen. Krahn kam für Neudecker ins Spiel (30.). Zudem wurde auf Fünferkette umgestellt.
Osnabrück hatte weiter mehr vom Spiel, ohne jedoch zu Abschlüssen zu kommen. Das übernahm dann der FCS. Und wie! Sontheimer bediente Brünker im Mittelkreis. Brünker machte den Ball gut fest und steckte im richtigen Moment auf den durchstartenden Vasiliadis durch. Der ließ sich nicht einholen und schob durch die Beine von Keeper Jonsson zur Führung ein (41.).
Eine Situation galt es vor der Pause noch zu überstehen. Nach Flanke von der rechten Seite versuchte es Niehoff mit dem Rücken zum Tor stehend per Hacke. Die Kugel ging knapp am langen Pfosten vorbei (45.).
Zum zweiten Durchgang folgte ein weiterer Wechsel. Becker ersetzter Brünker und reihte sich in die Dreierkette ein. Fahrner, der zuvor nach innen gerückt war, schob zurück auf die rechte Seite und Stehle dafür ganz nach vorne.
Osnabrück rannte in Überzahl an. Spätestens im Sechzehner war aber Endstation. Die Blau-Schwarzen agierten sehr kompakt. Aber in der 57. Minute kamen die Gastgeber dann doch zum Abschluss. Kehl hatte sich eigentlich festgelaufen, schaffte aber doch noch die Ablage zu Conus, der an der linken Strafraumkante wartete. Der zog hart wie unhaltbar zum 1:1 hoch ins lange Eck ab.
Schnell gab es die dicke Möglichkeit auf die neuerliche Führung. Nach einem langen Schlag auf die linke Seite legte Schumacher per Kopf direkt weiter auf Stehle. Der kam vor Beermann an den Ball und wurde vom Verteidiger auf der Strafraumlinie gefoult. Rabihic übernahm beim fälligen Elfmeter, scheiterte aber an Jonsson (67.).
Kurz später brachte Ziehl nochmals zwei frische Kräfte. Civeja und Günther-Schmidt kamen für Rabihic und Vasiliadis (70.).
Die kurzweilige Partie hatte schon viel geboten und machte damit noch nicht Schluss. Engelhardt erwischte Stehle mit offener Sohle zwar unabsichtlich, aber voll am Knöchel und sah die rote Karte (73.).
Zahlenmäßig war damit wieder Ausgeglichenheit gegeben, aber der FCS hatte natürlich die lange Zeit in Unterzahl in den Beinen. Osnabrück blieb vorerst am Drücker. Doch weder Zwarts aus fünf Metern (76.), noch Simakala aus der Distanz (78.) konnten Menzel bezwingen.
Zur Schlussphase brachte Ziehl noch Schmidt für Stehle (82.), der riesigen Aufwand betrieben hatte und einen entsprechend leeren Tank.
Nach vorne ging aber nichts mehr. Und hinten hielt Menzel das Remis fest. Nach einer Flanke bugsierte Simakale den Ball erst an den Querbalken, ehe Menzel gleich doppelt gegen Zwarts parierte (86.). Mehr passierte nicht mehr.